Einkommensteuer-Modell Deutschland
Effektiver Steuersatz · Grenzsteuersatz · Aufkommensverteilung
Tarifjahr 2026 · §32a EStG Verteilungsjahr 2021

Was zeigt die Darstellung?

Das Widget zeigt, wie sich bei einem gewählten zu versteuernden Einkommen der effektive Steuersatz, der Grenzsteuersatz und der bis dahin kumulierte Anteil am Einkommensteueraufkommen zueinander verhalten.

Es geht nicht um individuelle Bruttojahresverdienste, sondern um steuerliche Veranlagungsfälle bzw. Haushaltseinkommen auf Basis des zu versteuernden Einkommens.

Wie bedient man es?

Schieben Sie den Regler direkt auf der Einkommensachse oder geben Sie einen Eurobetrag ein. Die Punkte auf den Kurven und Achsen zeigen die aktuellen Werte; das Verteilungsjahr lässt sich rechts auswählen, soweit Daten verfügbar sind.

31.500 €
Neueste verfügbare abgeschlossene Verteilungsstatistik: 2021
Gewähltes zvE
Start: modellierter Median
Tarifliche Einkommensteuer
Grundtarif 2026, ohne Soli/KiSt
Effektiver Steuersatz (Durchschnittssteuersatz)
ESt / zvE
Grenzsteuersatz
Steuersatz auf den nächsten Euro
Kumulativer Aufkommensanteil
Bis zum gewählten Einkommen
Anteil Steuerfälle laut Verteilung
GdE-Klassenproxy, kein zvE-Median
Hinweis: Modellrechnung ohne Berücksichtigung von Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Splittingtarif und individuellen Abzügen. Es geht nicht um Bruttojahresverdienste einzelner Beschäftigter, sondern um steuerliche Einkommensgrößen je Veranlagungsfall; die Verteilungswerte stammen aus Destatis-Klassen des Gesamtbetrags der Einkünfte.

Effektiver Steuersatz, Grenzsteuersatz und kumuliertes Einkommensteueraufkommen

Achsen-Skala: Einkommen logarithmisch ab 1.000 €. Der Schieberegler liegt direkt auf der horizontalen Einkommensachse. Linke Y-Achse: kumuliertes Aufkommen von 0–100 %. Rechte Y-Achse: effektiver Steuersatz von 0–50 %. Rechte Außenachse: Grenzsteuersatz von 0–50 %. Die offene Oberklasse „1 Mio. € oder mehr“ wird als Pareto-Tail modelliert; 50 Mio. € ist nur die sichtbare Darstellungsgrenze, kein empirischer Endpunkt.

Modell

Tarifjahr 2026, Verteilungsjahr 2021. Die Tarifformel folgt §32a EStG (Grundtarif 2026): Grundfreibetrag 12.348 €, lineare-progressive Zonen 17.799 € / 69.878 €, Spitzensteuersatz 42 % bis 277.825 €, Reichensteuer 45 % ab 277.826 €. Ergebnisse werden auf volle Euro abgerundet.

Steuerlicher Einkommensbegriff: Die x-Achse ist als zu versteuerndes Einkommen (zvE) zu lesen. Das ist regelmäßig niedriger als ein Bruttojahresverdienst, weil u. a. Werbungskosten, Sonderausgaben und Vorsorgeaufwendungen den steuerpflichtigen Betrag mindern.

Die Aufkommenskurve verteilt die festgesetzte Einkommensteuer geschlossener Destatis-Größenklassen gleichmäßig über das jeweilige Klassenintervall. Die offene Oberklasse „1 Mio. € oder mehr“ wird nicht mehr künstlich gedeckelt, sondern als Pareto-Tail modelliert. Der Pareto-Parameter wird aus dem Durchschnittseinkommen dieser offenen Klasse abgeleitet; die 100-%-Linie wird daher nur asymptotisch angenähert.

Ohne Berücksichtigung von Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Splittingtarif und individuellen Abzügen. Der effektive Steuersatz bezieht sich auf das zu versteuernde Einkommen, nicht auf das Brutto.

Datenbasis & Annahmen

  • Tarif: Grundtarif §32a EStG für 2026.
  • Verteilung: Destatis Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2021, Gewinnfälle, einschließlich nichtveranlagter Steuerpflichtiger nach Größenklassen des Gesamtbetrags der Einkünfte.
  • Hinweis Veranlagung: Zusammen veranlagte Steuerpflichtige zählen als ein Fall; die Verteilung ist daher eher eine Steuerfall-/Haushaltsverteilung als eine Personenlohnverteilung.
  • Konsistenzhinweis: Die Größenklassen basieren auf dem Gesamtbetrag der Einkünfte, nicht direkt auf dem zu versteuernden Einkommen. Die Verteilung dient daher als Strukturproxy; der modellierte Median dieser Verteilung liegt bei rund 31.500 € GdE. Offizielle Median-Bruttoverdienste von Beschäftigten sind damit nicht vergleichbar.
  • Stand der Daten: 4. Juni 2025.

Effektiver Satz vs. Grenzsteuersatz

Der effektive Steuersatz ist die gesamte tarifliche Einkommensteuer geteilt durch das gesamte zu versteuernde Einkommen. Er beantwortet: „Wie viel Prozent meines gesamten zvE zahle ich im Modell als Einkommensteuer?“

Der Grenzsteuersatz gilt nur für den zusätzlich verdienten nächsten Euro. Er ist deshalb bei progressiven Tarifen meist höher als der effektive Steuersatz und darf nicht als Steuerquote auf das gesamte Einkommen missverstanden werden.